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Schweizer Zebrastreifen: Sicherheit ist kein Selbstläufer

Von | 5. August 2014|Lifestyle|

Wir berichteten bereits darüber, die Schweizer fühlen sich im Großen und Ganzen sicher in ihrem Land. Im Kleinen jedoch scheint […]

Wir berichteten bereits darüber, die Schweizer fühlen sich im Großen und Ganzen sicher in ihrem Land. Im Kleinen jedoch scheint es Bedarf an Verbesserung, bzw. Erneuerung zu geben. Zehtausende Fußgängerstreifen in der Schweiz sind in einem sehr schlechten Zustand. Es betrifft unsere Straßen und, noch wichtiger, die Verkehrssicherheit und die der Fußgänger.

Auch Fußgängerstreifen unterliegen Vorschriften

Eine interessante Zahl vorweg: Die Schweiz verfügt derzeit über ungefähr 50’000 Zebrastreifen. 50{796d540394fcc1e38eb81a63c0520ab0fd083c5df242eca169e92817d5dae068} davon erfüllen aber nicht die Sicherheitsvorschriften. Diese beziehen sich zum Beispiel auf die Beleuchtung der Fußgängerstreifen, sowie die Sicht für Autofahrer darauf, als auch die Kräftigkeit der Farbe.

Da so viele Fußgängerstreifen in ungenügendem Zustand sind, bestehen berechtigte Zweifel am Bestand der aktuellen Verkehrssicherheit. Davon sind natürlich vor allem die „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer, die Fußgänger, betroffen. Wenn Fahrzeugführer die Fußgängerstreifen zu spät oder gar nicht sehen, besteht akute Lebensgefahr für Menschen, die die Fußgängerstreifen passieren.

Einige Fußgängerstreifen werden einfach „wegradiert“

Neben den oben erwähnten Vorschriften bestehen auch Richtwerte bezüglich der Frequenz von Fußgängerstreifen. Dort nämlich, wo sanierungsbedürftige Übergänge eine Mindestrate von 50 Überquerungen in Spitzenstunden nicht erreichen, werden die Fußgängerstreifen durch die Polizei einfach aufgehoben! Die Zebrastreifen werden einfach wegradiert oder übermalt und sind fortan nicht mehr Teil der Sicherheit für Schweizer Fußgänger.

Das Vorgehen wird von öffentlicher Seite begrüßt, denn vor allem jene Zebrastreifen, die wenig bis kaum benutzt würden, trügen zur Desensibilisierung der Autofahrer bei, so ein Sprecher des Bundesamtes für Straßen. Entsprechende Fußgängerstreifen würden nämlich einfach überfahren und würden dafür sorgen, dass Autofahrer immer weniger Vorsicht walten ließen.

Auch Schulwege sind betroffen

Die Tilgung der Fußgängerstreifen gilt übrigens auch für Schulwege. Fast ausschließlich ist die geringe Fußgänger-Frequenz der Grund. Doch auch wenn es nur wenige Schüler sind, sollten diese sich doch auf ihrem Schulweg sicher fühlen, oder?

Dabei scheint der Aufwand nicht geringer, einen Fußgängerstreifen zu übermalen, als ihn neu zu malen. Für uns als an der Straße Außenstehende liegt der Unterschied nur zwischen Schwarz und Gelb.

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