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Welches Haftungsrisiko besteht für private Sicherheitsfirmen?

By | 17. January 2015|Expertise|

Unter welchen Umständen besteht für ein Haftungsrisiko besteht für private Sicherheitsfirmen auf Grund der Handlungen ihrer Mitarbeiter? Aufsehen erregende Präzedenzfälle […]

Unter welchen Umständen besteht für ein Haftungsrisiko besteht für private Sicherheitsfirmen auf Grund der Handlungen ihrer Mitarbeiter? Aufsehen erregende Präzedenzfälle haben zuletzt die Diskussion über diese Frage angeheizt. Doch wo besteht eine tatsächlich rechtliche Verbindung zwischen den Taten von Sicherheitspersonal und Sicherheitsfirma?

Unterscheidung der zivilrechtlichen Haftung

Verhält sich ein Security Mitarbeiter – in welchem Job auch immer – nicht rechtens, muss das nicht auch gleichzeitig mit einem Haftungsrisiko für seine Sicherheitsfirma einhergehen. Es gilt vorher, den Fehltritt rechtlich einzustufen, sprich, die Haftbarkeit des Arbeitgebers zu ermitteln.

Private Sicherheitsfirmen können schnell in eine riskante, heikle Situation geraten, wenn ihre Mitarbeiter eine gewisse Aufgabenstellung nicht nach geltendem Recht ausführen. Fehlverhalten beim Ausüben des Security Jobs, zum Beispiel übermäßige Gewalt, kann zur Haftung der Sicherheitsfirma führen, aber nur, wenn der Mitarbeiter auf Weisung seines Vorgesetzten gehandelt hat.
Ähnlich verhält es sich, wenn eine Security Firma sich des Organisationsverschuldens schuldig macht. Das heißt, ein Unternehmen muss sich derart organisieren und ethisch aufstellen, dass rechtswidrige Übergriffe stets vermieden werden.

Mitarbeiter schulen, Risiken verringern

Und damit zum so genannten Compliance-System innerhalb einer Sicherheitsfirma. Ziel eines jeden Sicherheitsunternehmens sollte es sein, einen grundsätzlichen Verhaltens- und Maßnahmen-Kodex zu etablieren, nach dem sich alle Mitarbeiter richten. Ein solcher Katalog regelt etwa grundlegende Prozesse, Abläufe und Verhaltensweisen, die jedem Mitarbeiter – ob neu oder altgedient – in “Fleisch und Blut” übergehen müssen.

Wer die Richtigen einstellt, kann nicht viel falsch machen

Auch kann ein Sicherheitsunternehmen schon im Bereich Human Ressources erste Schritte in die richtige Richtung machen. Das heißt, schon bei der Einstellung neuer Mitarbeiter können gewisse Risiken erkannt und ausgeschlossen werden. Dazu ist eine tiefere Analyse der potentiellen Sicherheitsleute bezüglich Bewerbungsunterlagen, aber auch Freizeitaktivitäten oder Interessen empfehlenswert. Letzteres kann übrigens auch durch die immer weiter verbreitete Internet-Recherche erfolgen.

Schließlich kommt es bei Gericht darauf an, dass der Arbeitgeber sein Einschreiten oder vorbeugende Maßnahmen nachweisen zu können, umein Haftungsrisiko möglichst gering zu halten.
Nach dem Schuldverhältnis zwischen Sicherheitsfirma und Angestelltem richtet sich später dann auch die strafrechtliche Verantwortung, bzw. eine eventuelle Regressforderung an den Mitarbeiter.

One Comment

  1. Garry Owen Russell Wednesday July 14th, 2021 at 03:55 PM - Reply

    Sehr gut!

    Einem grundsätzlichen verhaltens- und Maßnahmen-Kodex sollte jede Sicherheitsunternehmen haben.

    MfG

    Garry Owen Russell

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