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K wie Konfliktbewältigung

Von | 30. März 2017|Lifestyle, Persönliche Sicherheit|

Jeder Mensch erlebt im Alltag, bei der Arbeit, im Zusammenleben mit dem Partner oder der Familie wiederholt Konflikte. Das liegt daran, dass wir Menschen individuelle Persönlichkeiten sind und nach unseren eigenen moralischen Vorstellungen handeln. Stimmen diese nicht mit denen des Gegenübers überein, sind Konflikte vorprogrammiert.

Die Art des Konfliktes

Konflikte spielen sich in verschiedenen Konstellationen ab:

  • Paarkonflikt (Konflikt zwischen zwei Personen)
  • Dreieckskonflikt (Konflikt zwischen drei Personen)
  • Gruppenkonflikt (Konflikte innerhalb oder zwischen Gruppen)

Wie viele Personen beteiligt sind, kann auch von der Dauer eines Konfliktes abhängen, je länger eine Konfliktsituation anhält, desto mehr Personen werden involviert. Das liegt daran, dass Menschen dazu neigen andere Personen, zur Stärkung der eigenen Position, zu involvieren und auf ihre Seite zu ziehen. Die Suche nach Verbündeten ist natürlich, denn jeder Konfliktbeteiligte wünscht sich Unterstützer für seine eigene Sichtweise.

Der Grund des Konfliktes

Grundsätzlich unterscheidet man Konflikte in drei übergeordneten Arten:

  • Sachkonflikt
  • Gefühlskonflikt
  • Machtkonflikt

Sachkonflikte beziehen sich auf konkrete Situationen und Fakten. Sie können am ehesten rational belegt und bewertet werden. Allerdings mischen sich Sachkonflikte oftmals mit Gefühls- oder Machtkonflikten. Scheint ein Konflikt zunächst ein klarer Sachkonflikt zu sein, sollten wir als erstes hinterfragen, ob nicht doch emotionale Dissonanzen, unterschwellige Rivalität oder unterdrückter Neid den Konflikt von der Sachebene auf die Gefühls- oder Machtebene transportiert haben.

Im Privatleben sind Gefühlskonflikte einfacher zu lösen als in einem beruflichen Umfeld, da am Arbeitsplatz die Äußerung von Gefühlen oft ein Tabuthema ist. Machtkonflikte hingegen kommen am Arbeitsplatz deutlich häufiger vor als im privaten Umfeld und entstehen oft, da eine unnatürliche Hierarchie vorgegeben ist, die eine Angst vor Autoritätsverlust mit sich führen kann.

Konfliktbewältigung

Um einen Konflikt bewältigen zu können, müssen wir nun analysieren um welche Art des oben aufgeführten Konfliktes es sich handelt, welchen Grund der Konflikt hat und wer an dem Kern des Konfliktes beteiligt ist. Diese Ursachenanalyse erfordert von allen Konfliktparteien eine ehrliche Eigeneinschätzung und Selbstreflektion. Das Interesse an der gemeinsamen Konfliktbewältigung und die Bereitschaft aller Parteien ist dabei ausschlaggebend für den Erfolg.

Auch der Zeitpunkt ist entscheidend. Es ist wichtig in eine Konfliktsituation einzugreifen bevor sie eskaliert und nicht mehr auf einer sachlich argumentativen Ebene gelöst werden kann. Kommt es schon zu Beschimpfungen oder gar körperlichen Auseinandersetzungen wurde der Zeitpunkt für ein Konfliktgespräch bereits verpasst und die Parteien müssen sich erst wieder beruhigen bevor ein Gespräch angesetzt werden kann.

Konfliktgespräch

Ein Gespräch für eine gemeinsame Lösungsfindung sollte gut vorbereitet und strukturiert sein, damit es den Parteien in einer unangenehmen Situation dennoch ein optimistisches Gefühl vermittelt.

  • Das Gespräch findet in ruhigen, einladenden Räumlichkeiten statt.
  • Das Gespräch hat keine zeitliche Begrenzung
  • Auf Vorwürfe und Schuldzuweisungen wird verzichtet
  • Es wird sachlich und konkret argumentiert
  • Die Gesprächspartner lassen sich gegenseitig ausreden und haben danach die Möglichkeit zu jedem Punkt Stellung zu beziehen

Bei einem Konfliktgespräch ist es ratsam einen unparteiischen Mediator hinzuzuziehen, der sich einen objektiven Eindruck des Konfliktes verschafft und deeskalierend auf die Parteien eingeht.

Konflikte im Alltag

So rational und gut strukturiert das Model der Konfliktbewältigung auch ist, im Alltag haben wir oft nicht die Zeit oder die Muße die erforderlichen Schritte dafür zu gehen. Wichtig ist jedoch immer, seine eigenen Intentionen zu hinterfragen und sich in die Rolle des Gegenübers hineinzuversetzen. Dies erfordert Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Empathie für den Anderen.

Sind wir in hektischen Situationen spontan Konflikten ausgesetzt heißt es immer: Ruhe bewahren. Die Stimme senken, die Mimik entspannen und die Gestik beruhigen. Nur so können wir eine deeskalierende Ausstrahlung erzielen und unserem Gegenüber den Wind aus den Segeln nehmen. Wir bleiben geduldig, lassen uns nicht provozieren, nehmen beleidigende Aussagen nicht persönlich und vor allem lassen wir uns nicht auf körperliche Auseinandersetzungen ein.

 

Unser Team verdankt seine Sicherheit in der berufsbezogenen Konfliktlösung und Gewaltprävention der Kooperation mit dem Verein „Toleranz durch Bildung„. An dieser Stelle möchten wir uns für die effektive Ausbildung unserer Gewaltschutztrainer bedanken.

 

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