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CO₂ Richtlinien beim WEF in Davos

Von | 18. Januar 2017|Im Einsatz|

Diese Woche findet in Davos, inmitten der Schweizer Alpen, das alljährliche Weltwirtschaftsforum (WEF: World Economic Forum) statt. Zahlreiche Journalisten, Akademiker und Wirtschaftsexperten kommen zusammen um globale Fragen rund um Gesundheit, Wirtschaft und Umweltpolitik zu diskutieren. Letzteres gab den Organisatoren der internationalen Veranstaltung den Anlass die Initiative „Towards a greener Davos“ ins Leben zu rufen.

Knapp 3000 Teilnehmer mit samt ihrer Crew reisen während dieser Woche mit Limousinen und SUV‘s in das kleine Bergdorf. „Towards a greener Davos“ zielt darauf ab, die Menge an Umweltverschmutzungen durch Schadstoffausstoße der Luxus-Wagen zu senken. Um diesem Vorsatz gerecht zu werden, stellen die Veranstalter Shuttlebusse für die Teilnehmer zur Verfügung, welche kostenfrei genutzt werden können. Wer dennoch mit seinem Privatwagen oder einem persönlichen Fahrer unterwegs ist, muss sich schon im Vorfeld mit strengen Richtlinien vertraut machen. Dort ist nachzulesen, dass SUV‘s und Limousinen einen CO₂ Ausstoß von 165g/km und Van’s mit 6-9 Sitzen von 232g/km nicht überschreiten dürfen.

Um mit dem Fahrzeug exklusive Bereiche wie zum Beispiel das Kongresszentrum und die Hoteleinfahrten anfahren zu können, benötigten alle Wagen und somit auch die Unseren einen Durchfahrtsschein, den so genannten Car Sticker. Dieser muss hinter die Windschutzscheibe geklebt werden und somit sichtbar für das Sicherheitspersonal und die Polizei sein, welche die Zufahrten und den Verkehr im Stadtinneren leiten.

Doch hier begann die Herausforderung

Angekommen an der Registrierung, mussten wir die Fahrzeugpapiere unserer beiden VW Touareg vorlegen und wurden darauf aufmerksam gemacht, dass diese Wagen mit einem CO₂ Ausstoß von 180mg/km das vom Veranstalter festgelegte Limit überschritten. Schnell wurde auch klar, dass wir absolut keine Kulanz- oder Ausnahmeregelungen erreichen könnten. Somit wurden uns für unsere beiden Wagen keine Car Sticker ausgehändigt, die für unsere Personenschutz- und Fahrdienste zwingend notwendig waren.

Die einzige (legale) Lösung war nun, schnellstmöglich neue Fahrzeuge zu beschaffen. Bei der, mit dem Event verknüpften, überdurchschnittlichen Nachfrage an Mietwagen stellte sich dies jedoch als große Herausforderung raus. Alle Mietwagenstationen im erweiterten Umkreis von Davos waren in der von uns angeforderten Fahrzeugklasse bereits restlos ausgebucht. Nach einigen Stunden des Kopfzerbrechens und unzähligen Telefonaten jedoch, brachte uns eine Mietwagen-Station wieder Hoffnung in unsere scheinbar aussichtslose Situation. Zwei Wagen waren verfügbar und das wichtigste: Die Emissionswerte waren gering genug um den Anforderungen zu entsprechen. Der einzige, aber große Nachteil bestand darin, dass die Wagen ihren Standort im knapp 400 Kilometer entfernten München hatten.

Wie üblich war unser Team mit einem Tag Vorlauf angereist, was sich jetzt mehr als rentierte. Dennoch war schnelles Handeln gefragt und so stiegen wir in die Touareg’s und machten uns sofort auf den Weg nach München um die Wagen zu tauschen und umgehend wieder zurück nach Davos zu fahren. Zehn Stunden und 800 Kilometer später erreichten wir mit den neuen Wagen und deren Fahrzeugpapieren das „Registration Center“ des WEF. Problemlos konnten wir die Fahrzeuge registrieren und erhielten endlich die lang ersehnten Car Sticker.

Die Ironie dieses Erlebnisses ist nur, dass die insgesamt 800 Kilometer lange Fahrt nach München und zurück in zwei Wagen leider auch nicht gerade zuträglich für den Umweltschutz war.

Ein Kommentar

  1. Andreas Marker Mittwoch, der 25. Januar 2017 um 19:07 Uhr- Antworten

    Die Sclussfolgerung diese blogs ist absolut richtig und zeigt wieder einmal, wie wenig durchdacht und effizient die Nachhaltigkeitsmassnahmen dieser Megaevents wie das WEF sind. Viel ist eben nur publikumstraechtige Augenwischerei

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